Gala-Zentrifugaltrockner
FUNKTIONSWEISE
Das aus der Schneidkammer des Granulators austretende Granulat/Wasser-Gemisch (Prozesswasser) wird durch die Granulatwasserleitung zur Einlassöffnung des Zentrifugaltrockner geführt, der ein Agglomeratfänger vorgeschaltet ist. Dieser Agglomeratfänger schützt den Trockner, indem er größere Granulatklumpen (Agglomerate), die beim Anfahren entstehen können, aus dem Prozesswasser entfernt, bevor sie in den Rotorbereich des Trockners gelangen. 
Bei Trocknern mit einem Wasserdurchsatz von weniger als 20 m³/h wird das gesamte Prozesswasser innerhalb des Rotorbereichs des Trockners abgeschieden. Größere Systeme sind mit einer Vorentwässerung ausgestattet, die bis zu 95 % des Prozesswassers vom Granulat trennt.
Das Granulat strömt mit dem noch verbliebenen Wasser in den Rotorbereich des Trockners. Aufgrund der schnellen Drehung des Rotors und der Anordnung der Heber im Rotorbereich wird das Granulat in einem spiralförmigen Weg nach oben transportiert und prallt dabei auf die Heber und die Siebe. Das Wasser wird durch die Siebe abgeschieden und das Granulat kontinuierlich in den oberen Trocknerabschnitt gefördert, und wird dort über den Granulataustritt abgeführt.
Wie weit der Trocknungsprozess die Restfeuchte verringert, hängt vom jeweiligen Polymer ab. Die abschließende Trocknung wird in den oberen zwei Dritteln der Siebfläche und im Granulataustrittskanal des Trockners erreicht. Ein trockener Gegenluftstrom, der von einem externen Abluftgebläse erzeugt wird, führt die Restfeuchte von der Oberfläche des Granulats ab, was durch die Eigenwärme des Granulats unterstützt wird. Dieses Abluftgebläse erzeugt einen leichten Unterdruck, der verhindert, dass feuchte Luft nach außen gelangt oder in nachgeschalteten Anlagenteilen kondensiert.
Das Granulat tritt kontinuierlich aus dem Trockner aus, wobei es eine Restfeuchte von 0,05 % (LDPE) aufweist. Die Restfeuchte des Granulats hängt von der Länge der Transportleitung ab, die sich auf die Temperatur des Granulats beim Eintreten in den Trockner auswirkt. Auch die Größe und Form des Granulats, die Oberfläche und die hygroskopischen Eigenschaften wirken sich auf die Restfeuchte aus. In einigen Fällen kann eine zusätzliche Kühlung, Nachtrocknung oder Klassierung empfehlenswert sein.
